Angeblich wollen sie es wissen…

Die ARD ruft im Rundfunk zur Teilnahme am „ARD-Check“ auf. Es wird der Eindruck vermittelt, man wolle tatsächlich in den Dialog mit denen treten, die monatlich zwar zahlen, aber nichts fordern dürfen.

Ob es nützt, können wir natürlich nicht zusichern. Allerdings bekommt der Beitragszahler eher selten bis nie die Gelegenheit, für das Abgeben von Meinung bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Gefragt werden typischerweise immer die selben Verdächtigen. Was gelegentlich den Eindruck vermittelt, dass so mancher Politiker oder per Dekret zum Fachmann erklärte ein Bett im Keller der Sendeanstalten hat. Heimfahren würde sich nicht lohnen.

Ehrlicherweise rechnen wir mit Nabelschau und Bauchpinselei, wenn es an die Auswertung der Fragen geht. Denn die Beitragszahler dürfen zwar Fragen schicken, es gibt aber keine Übersicht, welche Fragen bereits gestellt sind. Darüber im Vorfeld diskutieren ist sowieso nicht vorgesehen. Was eine Kontrolle unmöglich macht, wie mit kritischen Anfragen umgegangen wird.

Fatalerweise lässt sich deshalb kein Beweis antreten, dass eine mit überwältigender Masse gestellte Frage — weil unbequem — womöglich einfach ignoriert wird. Auf Nachfrage kann mühelos argumentiert werden, dass halt die Zeit gefehlt habe, alle Fragen zu behandeln. Nach dem Motto: Fragen ja, aber die Kontrolle haben wir.

Davon unbelassen raten wir allen, die Fragen, Wünsche, Vorschläge, zum öffentlich-rechtliche Rundfunk und seinen Begleiterscheinungen haben, das Formular als Chance wahrzunehmen. Das Beste war passieren könnte und wir uns daran erfreuen würden wäre, wenn wir uns für unsere vorangegangene Skepsis entschuldigen müssten. Was wir sehr gerne täten. Unsere Erfahrung lässt uns allerdings ebensowenig erwarten, dass morgen die Sonne im Westen aufgeht. Aber würden wir daran resignieren, gäbe es diese Seite nicht.

Hier geht es zum ARDcheck.

Der ARDcheck hat auch eine Startseite mit Informationen.

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